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Altersvorsorge – Mit drei Schichten in den Ruhestand

AltersvorsorgeDie Altersvorsorge ist ein zeitloses Thema für jeden Menschen, der nach seinem Erwerbsleben die Früchte seiner oft jahrzehntelangen Arbeit in Form einer lebenslangen Rente, einer Pension (für Beamte) oder als große Kapitalzahlung  für den Lebensabend genießen möchte.

Für diese Rente gibt es im Grunde nur drei Quellen, die heute mit den “3 Schichten” bezeichnet werden.


 Schicht 1


Gesetzliche Rente (GRV)

Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist – als Teil der Sozialversicherung – schon seit langer Zeit in kontroverser Diskussion. Immer mehr Menschen erkennen – auch ohne qualifizierte Berater – daß die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung auf keinen Fall für eine Rentenhöhe ausreicht, die den bis dahin erreichten Lebensstandard sichern wird.

Mit unserem „Renten-Schnell-Rechner“ wissen Sie sehr exakt und sofort, mit wie viel gesetzlicher Rente Sie später rechnen können.

In unserem „Wegweiser Altersvorsorge“ (nur für Abonnenten unseres kostenlosen Newsletters erhältlich) erklären wir detailliert – und für viele Leser erschreckend – wichtige Fakten die helfen werden, die eigene Ruhestandsplanung mit anderen Augen zu sehen und entsprechende Lösungen zu erkennen.

Beamtenpensionen sind nicht Teil der GRV, da Beamte ihre Pension vom Staat erhalten, ohne dass sie Beiträge in ein Versorgungsystem gezahlt haben.


Altersvorsorge – Basisrente (Rürup Rente)

Seit 2005 eingeführt, soll die Basisrente durch steuerliche Anreize während der Sparzeit bis zum Rentenbeginn den Bürger zu weiterer Altersvorsorge animieren. Die Basisrente ist für alle Berufsgruppen (Selbständige, Freiberufler, Angestellte, Arbeiter, Beamte) interessant und um so lukrativer, je höher das Einkommen (und damit die Steuerlast) ist. Die staatliche Förderung der Basisrente findet über die Steuerfreistellung der Beiträge innerhalb bestimmter Höhstgrenzen statt. Somit reduzieren sich – über die steuerliche Anrechnung – die in den Vertrag geflossenen Beiträge (Bruttoaufwand) um die Steueranrechnung. Der tatsächliche Aufwand (Nettobeiträge) wird dadurch erheblich verringert.

Wie die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) werden auch die Renten der Basisrente bei Rentenbezug versteuert. Die Höhe der Besteuerungsgrundlage steigt seit Einführung der Basisrente jährlich an und beträgt z.B. im Jahr 2012 64 Prozent. Ab Rentenbeginn im Jahr 2040 werden 100 Prozent der Rente mit dem dann gültigen persönlichen Steuersatz versteuert.


Info  Detailinformationen – Schicht 1

>>„Wegweiser Altersvorsorge“       >>“Details zur Basisrente”


Schicht 2


Altersvorsorge – Riester-Rente

Die Riester-Rente wurde 2001 durch das Altersvermögensgesetz (AVmG) eingeführt und nach dem “Erfinder” Walter Riester (Bundesminister für Arbeit und Soziales) benannt. Die Riesterrente soll mit staatlicher Förderung die Lücke wieder schließen, die durch die Reduzierung des Rentenniveaus seit 2000 per Rentenreform entstanden ist. Es muss demnach klar sein, dass die Riesterrente keine zusätzliche Rentenleistung für das Alter erbringt, sonder eben nur das ausgleichen kann, was an gesetzlicher Rentenleistung vorher reduziert wurde. Daher werden bestimmte Personengruppen (hauptsächlich in der GRV pflichtversicherte und deren Ehegatten sowie Beamte, Richter und Berufs- und Zeitsoldaten) unter bestimmten Voraussetzungen durch echte Geldbeträge – und zusätzlich eventuelle durch steuerliche Begünstigungen – in einem Riester-Vertrag gefördert.

Gerade durch diese Form der Förderungen, ist die Riesterrente um so lukrativer, je mehr Kinder vorhanden sind, für die es eine Kinderförderung gibt und je Höher das zu versteuernde Einkommen ist.


Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

Die betriebliche Altersvorsorge hat den Nutzen, über den Arbeitgeber eine zusätzliche – staatliche geförderte – Altersvorsorge aufzubauen. Es gilt hier verschiedene Varianten der Beitragsherkünfte zu unterscheiden:

  • arbeigeberfinanzierte bAV (der Arbeitgeber allein finanziert Ihre bAV-Versorgung)
  • arbeitnehmerfinanzierte bAV (der Arbeitnehmer finanziert die bAV-Versorgung durch Gehaltsumwandlung)
  • gemischte bAV-Finanzierung (Arbeitgeber und Arbeitnehmer finanzieren – in unterschiedlicher Höhe – die bAV-Versorgung)

Für die betriebliche Altersvorsorge gibt es fünf “Durchführungswege”, welche jeweils unterschiedliche Voraussetzungen und Effekte haben:

  • Direktversicherung
  • Pensionskasse
  • Pensionsfonds
  • Unterstützungskasse
  • Pensionszusage

 Info  Detailinformationen – Schicht 2

>>“Details zur Riester-Rente“       >>“Details zur bAV“


Schicht 3


Private Altersvorsorge (PAV)

In der Schicht 3 werden Beiträge nicht vom Staat in irgendeiner Form gefördert, also aus versteuertem Nettogehalt gezahlt. Dafür hat die 3. Schicht unter bestimmten Voraussetzungen ab Rentenbeginn große steuerliche Vorteile.

Die private Altersvorsorge biete eine breite Palette von Möglichkeiten zur Sicherung privater Renteneinkünfte bei Rentenbeginn – oder (bei entsprechend optimierter Ruhestandsplanung) sogar schon vor dem gesetzlichen Rentenbeginnalter.

Hier gilt ganz besonders der Ansatz der Vielschichtigkeit. Je mehr unterschiedliche Produkte genutzt werden, desto flexibler kann auf geänderte Lebensumstände reagiert werden und alle Vor- und Nachteile eines jeden Produkts können im Zusammenspiel ausgeglichen werden.

  • klassische Rentenversicherung
  • fondsgebundene Rentenversicherung
  • Kapitallebensversicherung
  • Fondssparpläne
  • Immobilien / Eigenheim

 Info  Detailinformationen – Schicht 3

>>“Details Kapitallebensversicherung“

 
Foto: altersarmut+ID442938+Copyright: Balzer-le-photos

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