Finanzberater aus Karlsruhe unter den 20 Besten

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Finanzberater aus Karlsruhe in den Top 20 beim Wettbewerb „Finanzberater des Jahres 2015“

Finanzberater aus KarlsruheAm 01.06.2014 war es wieder soweit. Der Wettbewerb „Finanzberater des Jahres 2015“ wurde gestartet. Die dritte Teilnahme in Folge bescherte mir am Ende – zum 01.12.14 – den 14. Platz. Die beste Platzierung eines Finanzberaters aus dem Raum Karlsruhe und Umgebung. Der Sprung in die TOP 20 war nicht leicht, doch die Mühe hat sich gelohnt.

Fachwissen gefragt

Der vom Finanzen-Verlag verantwortete Wettbewerb „Finanzberater des Jahres“ wird seit 2004 jährlich ausgetragen. Am 1. Juni 2014 ging es in die erste von sechs Runden. Sechs Monate lang hatte das Teilnehmerfeld monatlich jeweils einen Fragebogen mit 50 Fragen zu lösen. Registriert hatten sich insgesamt 369 Finanz-, Vermögens, und Bankberater, sowie Financial Planner (CFP`s), Vermögensverwalter und Versicherungsmakler, um Deutschlands besten „Finanzberater des Jahres 2015“ zu küren. Insgesamt 300 Wissensfragen aus den Bereichen Versicherungen, Kapitalanlagen, Finanzmathematik, Steuern, Recht, Wertpapiere und Unternehmensführung waren zu beantworten. Und die Fragen hatten es wieder einmal in sich.

Verwaltung eines Fonds-Depot

Der zweite Teil des Wettbewerbs bestand aus einem virtuellen Fondsdepot, das jeder Teilnehmer mit einer Starteinlage von € 100.000 in den 6 Monaten Wettbewerbszeit zu verwalten hatte. Bewertet wurde jedes Depot dabei nach der Wertentwicklung und der Schwankungsbreite (Volatilität) im Verlauf der 6 Monate. Ziel war es also, eine möglichst hohe Wertentwicklung mit seinem Depot zu erzielen und dabei die Schwankung möglichst gering zu halten.

Klar war mir von Beginn an, dass es darum ging, in beiden Teilen möglichst gut abzuschneiden, da die Gesamtbewertung aus dem Wissensteil und den Depotergebnissen resultierte. Dass es nicht leicht werden würde, eine gute Platzierung zu erreichen, wusste ich aus den beiden Vorjahren. Und auch in diesem Jahr gab es unter den Teilnehmern wieder starke Konkurrenten. Unter ihnen auch ehemalige Sieger des Wettbewerbs.

Hoher Aufwand an Zeit und Hirnschmalz

Finanzberater aus KarlsruheNach den guten Vorjahresplatzierungen ging ich motiviert in den Wettbewerb, um mich als Finanzberater aus Karlsruhe mit anderen Beratern und Kollegen zu messen. Der Wissensteil erforderte viel Zeit für Recherchen. Durchschnittlich 15 Stunden pro Monat investierte ich für die Suche nach den korrekten Lösungen. Gesetzestexte und Urteile mussten studiert werden. Versicherungsbedingungen aus verschiedenen Sparten waren zu deuten und korrekt anzuwenden. Schwierig fand ich auch die Suche nach selten anzuwendende Formeln für finanzmathematische Lösungen, die dann auch noch richtig eingesetzt werden mussten. Immerhin übernehmen heute Finanzrechner und Softwarelösungen solche Berechnungen automatisch. Der Aufwand an Zeit und Hirnschmalz war hoch und oft rauchte der Kopf. Der Lohn für die Mühe war der 23. Platz im Wissensteil.

Der Depotteil nahm weniger Zeit in Anspruch, da ich ein häufiges, aktives Handeln mit den Fonds aus dem vorgegebenen Fondsuniversum eher für schädlich hielt. Immerhin wurden auch in dem virtuellen Depot Kaufkosten von jeweils 1% berechnet. Hauptsächlich waren mir in der Wettbewerbszeit die Aktien- und Rentenmärkte zu volatil und ein Fehlgriff wäre innerhalb des 6-Monats-Zeitraums kaum wieder wett zu machen gewesen. Am Ende muss ich jedoch zugegeben, dass das Depot etwas zu vorsichtig verwaltet wurde. Mit ein wenig mehr Risiko wäre etwas mehr als die 5,9 % Rendite drin gewesen. Die sehr niedrige Volatilität von 3,78 % konnte jedoch ein paar Extrapunkte generieren. Das vorsichtige Agieren, kostete in der Nachbetrachtung 7 Plätze in der Gesamtwertung.

Mit Mut und Risiko zum Sieg

Das Depot des Wettbewerbssiegers Konstantin Karagianakis erreichte stolze 35,4 % Wertzuwachs bei einer Volatilität von 12,22%. Das mit viel Risiko gehandelte Depot brachte dem Kollegen den Sieg in der Depotwertung. Der Punktevorsprung in der Depotbewertung war so groß, dass ihm im Wissensteil ein 49. Platz genügte, um am Ende den Wettbewerb zu gewinnen. Herzlichen Glückwunsch, Herr Kollege.

Viel Kritik am Wettbewerb

Im Wettbewerb gab es leider viele Fragen im Wissensteil, deren Antworten nachträglich und sogar mehrfach von der Wettbewerbsregie geändert wurden. Die Teilnehmer reklamierten viele Ergebnisse und es gab auffallend viele Diskussionen, wie einzelne Fragen korrekt zu bewerten waren. Es stellte sich häufig heraus, dass die Fragestellungen von der Wettbewerbsleitung nicht genau bedacht oder missverständlich dargestellt wurden. Auch nachweisliche Recherchefehler der Regie hat es gegeben, welche manche Teilnehmer mit Quellenangaben darlegen konnten. Die Verantwortlichen müssen sich fragen lassen, warum sich von Jahr zu Jahr weniger Teilnehmer für den Wettbewerb registrieren. Allein an den knackigen Fragen im Wissensteil kann es nicht liegen. Der Zeitaufwand für die Lösungssuche im Wissenteil ist jedoch erheblich. Wenn sich am Ende herausstellt, dass die Wettbewerbsleitung die Fragen schlampig recherchiert oder ungenau formuliert, leidet der Spaßfaktor und die Motivation für die Teilnehmer geht verloren.

Vielleich regt die Häufigkeit der oft harschen Kritik der Teilnehmer die Veranstalter an, dem Wettbewerb wieder mehr Zuverlässigkeit und Qualität zu geben. Anderenfalls wird der Wettbewerb an Wertschätzung unter den Finanzberatern verlieren. Das wäre sehr schade, denn der „Finanzberater des Jahres“ dient auch der Weiterbildung oder zumindest der Auffrischung längst verstaubten Wissens.

Ob ich im folgenden Wettbewerb wieder teilnehmen werde ist noch offen. Ich werde eine erneute Teilnahme davon abhängig machen, ob und wie die Wettbewerbsleitung auf die o.g. Kritikpunkte reagiert.


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