Mit Investmentfonds durch jede Krise

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Mit Investmentfonds durch jede Krise

Mit Investmentfonds durch jede Krise

Seit Jahresanfang ist die Stimmung an den Börsen mal wieder mies. Die Kurse fallen nahezu weltweit. Es ist wieder einmal Zeit für Krisenszenarien. Argumente für Weltuntergangsstimmungen finden bekannte und unbekannte Schwarzmaler genügend. Einige Argumente treffen die Realität, viele sind an den Haaren herbeigezogen und alle vergessen:

Börsen brauchen Krisen !

Börsenkrisen gibt es, solange es Börsen gibt. Sie gehören zum Kapitalmarkt und sind sogar notwendig, um volkswirtschaftliche Parameter immer wieder ins Lot zu bringen. Für Börsenkrisen gibt es vielfältige Auslöser. Sie können wirtschaftlich begründet sein oder politisch. Übertreibungsphasen werden ebenso abgebaut, wie Spekulationsblasen regelmäßig irgendwann platzen; den genauen Zeitpunkt kennt niemand. Das muss auch niemand ! Langfristig orientierte Anleger kommen mit Investmentfonds durch jede Krise.

Wie ? Ganz einfach. Wir zeigen es Ihnen und nutzen dafür als Beispiel den deutschen Börsenindex DAX, der die Kursentwicklung der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften abbildet.

Lesen Sie auch: Was hat der DAX mit Ihrem Fondsdepot zu tun ? Nichts !

Der Dax und die Krisen der Welt

Mit Investmentfonds durch jede KriseWir betrachten den DAX über einen sehr langen Zeitraum von 1960 bis Ende 2015, also über 56 Jahre. In dieser langen Zeit gab es eine Reihe von Krisen in der Welt, die auf den DAX – wie auch auf alle weltweiten Börsenindiz – einen mehr oder minder großen Einfluss hatten. In Krisenzeiten neigen die meisten Anleger zu Reaktionen, die meist von Ängsten und Emotionen geleitet sind. In der Folge wird überwiegend panikartig verkauft; die Kurse fallen u.a. dadurch häufig rasant. In der Grafik sind deutliche Kursrückgänge aufgrund der aufgeführten Krisen zu sehen. Es fällt jedoch ebenso deutlich auf, dass trotz aller heftigen Kursrückgänge die Entwicklung des DAX nicht aufzuhalten war; im Verlauf der Zeit wurden immer neue Höchststände erreicht.

Wir haben zusätzlich die langfristigen Renditen für Zeiträume von je 15 Jahren eingefügt, sowie für die letzten 11 bzw. 36 Jahre.

Jährliche Rendite im DAX in den letzten 36 Jahren = 8,91 %

Mit Investmentfonds langfristig zu Vermögen

Wenn wir ähnliche Betrachtungen bei anderen Indizes der Welt über 56 bzw. 46 Jahre anstellen würden, zeigten sich überwiegend ähnliche Bilder bzw. Renditen.

  • DAX (Deutsche Standardwerte): 01.01.1960 bis 31.12.2015 – 5,94 % p.a.
  • Dow Jones (USA Standardwerte): 01.01.1960 bis 31.12.2015 – 5,96 % p.a.
  • MSCI World (23 Industrieländer): 01.01.1970 bis 21.12.15 – 6,3 % p.a.

Damit wird deutlich bewiesen, wie wichtig der Faktor „Zeit“ bei Wertpapieranlagen aller Art zu bewerten ist. Trotz aller theoretischen und kontroversen Diskussionen zu Wertpapieranlagen zeigt die Realität:

Der Faktor Zeit eliminiert das Risiko in Form von Kursschwankungen (Volatilität) bei Wertpapieranlagen nahezu vollständig.

Um den Faktor „Zeit“ noch einmal herauszustellen, betrachten wir das DAX-RENDITE-DREICK des Deutschen Aktieninstituts (DAI):

Mit Investmentfonds durch jede Krise

Keine Verluste im DAX bei Anlageperioden von 13 Jahren und mehr

Im DAX-Rendite-Dreieck haben wir die Entwicklungen mit den negativen, den niedrigsten positiven und den höchsten Renditen markiert. Bei Anlageperioden von 13 Jahren oder mehr, gab es keine Verluste mehr. Selbst bei Anlageperioden von 10 Jahren, zeigt es nur in der Anlagezeit 1998 bis 2008 (-0,4% p.a.) und 1999 bis 2009 (-1,5% p.a.) negative Ergebnisse. Im Durchschnitt beweist auch das DAX-Rendite-Dreieck die bereits oben angezeigten Renditen deutlich oberhalb von 8% p.a.


UPDATE 16.03.16:

Leider hat uns das DAI die Verwendung der von uns bearbeiteten Grafik des Renditedreiecks – wie oben genannt – nicht gestattet. Wir mussten es daher – nachträglich – mit der Originalgrafik ersetzen. Die im obigen Absatz genannten Ergebnisse können sich die Leser jedoch selbst „markieren“.

Die Entscheidung des DAI empfinden wir als kleinlich und peinlich. Die von uns „bearbeitet“ Grafik hätte den Lesern noch deutlicher gemacht, dass sich über längere Anlageperioden die Anlage in Aktienwerten immer rechnet. Warum diese von uns markierten Grenzrenditen vom DAI nicht gewünscht wurden, bleibt unbeantwortet, zumal wir auf die Bearbeitung deutlich in der Grafik hingewiesen haben.


Instrumente gegen starke Schwankungen im Depot

Um Schwankungen im Investmentdepot zu reduzieren gibt es diverse Instrumente:

  • Faktor Zeit
  • Diversifikation
  • asset allocation
  • Korrelation

Den Faktor „Zeit“ haben wir schon beschrieben. Zusätzlich reduzieren Investmentfonds allein aufgrund ihrer Zusammensetzung das Anlagerisiko. Investiert ein Investmentfonds doch in der Regel in 50, 100, 200 oder mehr Anlagewerte (Diversifikation). Diese Risikostreuung über verschiedene Werte kann in einem Investmentfonds-Depot ausgeweitet werden, in dem das Kapital auf mehrere Fonds mit unterschiedlichen Anlageklassen, wie z.B. Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds oder Rohstofffonds, und unterschiedlichen Anlageregionen (Deutschland, Europa, USA, Lateinamerika, Asien, usw.) verteilt wird (asset allocation). Bei Berücksichtigung von Wechselwirkungen (Korrelation) der im Depot vorhandenen Fonds (und deren Anlagewerte), können negative Effekte vermieden werden.

Beispiel:

Ein Fondsdepot mit mehreren Investmentfonds, die alle in Hersteller von Regenschirmen investieren, hätte eine hohe (perfekte) Korrelation und würde stark an Wert verlieren, wenn es lange trockene Zeiten gäbe. Ein Depot mit Aktien von Regenschirmherstellern und Sonnencremehersteller zu gleichen Teilen, hätte eine negative (perfekte) Korrelation. Verluste in sonnigen Zeiten, könnten durch Gewinne in Regenzeiten ausgeglichen werden.

Die Korrelation zweier Werte wird zwischen -1 und +1 angegeben:

  • +1: perfekte Korrelation. Beide Werte entwickeln sich in die gleiche Richtung.
  • 0:  kein Zusammenhang. Beide Werte entwickeln sich unabhängig voneinander.
  • -1: perfekt negative Korrelation. Beide Werte entwickeln nicht genau entgegengesetzt.

Die Schwankung in Ihrem Depot bestimmen Sie selbst

Jedes Fonds-Depot kann nach der Risikoneigung seines Besitzers zusammengestellt und jederzeit neu justiert werden. Ist Ihre Renditeerwartung hoch, müssen Sie dafür eine höhere Wertschwankung in Kauf nehmen. Können Sie nur mit geringen Schwankungen gut schlafen, müssen Sie Abstriche bei den Renditeerwartungen machen. Es ist so einfach, wie es klingt. Es muss Ihre Risikoneigung und Ihr Renditeziel festgestellt und in Einklang gebracht werden.

Professionalle Investmentberatung unabdingbar

Ein fachkundiger Investmentberater wird immer zuerst eine Risikoanalyse mit Ihnen durchführen. Damit wird eine Risikokennziffer ermittelt, mit deren Hilfe ein professioneller Investmentberater die Zusammenstellung der Investmentfonds für Depot mit Ihnen gemeinsam erarbeitet. Eine regelmäßige Überprüfung der Fondszusammensetzung und der Fondsentwicklung in Ihrem Depot gewährleistet, dass Ihr Fonds-Depot jederzeit Ihren Anlagezielen entspricht. Mit einem solchen Depot kommen Sie mit Investmentfonds durch jede Krise.

Fazit

Geld wird dort verdient, wo Geld verdient wird !

(Frank Rindermann)

Soll heißen: Kapitalanlage ist immer dort sinnvoll, sicher und renditestark, wo Waren und Dienstleistungen produziert werden. Aktien bezeichnet man deshalb als Produktivkapital. Der Kauf von Aktien ist demnach immer eine Beteiligung an Unternehmenserfolgen. Eine Beteiligung an soliden Unternehmen – in Form von Aktien z.B. – hat schon immer alle Krisen überstanden; selbst Niedrigzinsen , Hyperinflationen, Währungsreformen und Weltwirtschaftskrisen.


  • Sie besitzen Investmentfonds und sind nicht zufrieden mit der Entwicklung ?
  • Sie sind nicht sicher, ob die Börsensituation zu unsicher für Investmentanlagen ist ?
  • Sie wissen nicht, welche Fonds zu Ihrer Risikoneigung passen ?
  • Wie möchten gern die Chancen der Investmentfonds nutzen aber ruhiger schlafen können ?

Wir sagen Ihnen, ob Ihr Depot zu Ihren Zielen und Erwartungen passt. Wie zeigen die Risiken auf und wie Sie diese reduzieren können. Wir strukturieren Ihr Investmentdepot nach Ihrer persönlichen Risikoneigung und Ihren Anlagezielen.

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2 Antworten zu “Mit Investmentfonds durch jede Krise”

  1. Hallo,

    gerade in Zeiten niedriger Zinsen bietet die Börse große Vorteile. Wie man sehr schön in Ihrer Auswertung sehen kann ist es möglich eine Rendite von über 5% pro Jahr einzufahren. Mit Tagesgeld, Festgeld oder ähnlichen Finanzprodukten ist das fast unmöglich. Das Risiko schreckt viele Anleger in Deutschland ab. Aber wen die Instrumente gegen zu starke Schwankungen beachtet werden steht nichts einem erfolgreichen Investment im Wege.

    Gruß
    Klaus-Dieter

    • Vielen Dank für Ihren Kommentar.
      Die meisten deutschen Anleger scheuen das „Risiko“, weil Sie leider zu wenig Kenntnisse über Sachwertanlagen und Geld im Allgemeinen haben.
      Es ist an uns, möglichst viele Verbraucher aufzuklären und die Angst vor langfristigen Börsenanlagen zu nehmen. Es gibt hinreichend viele anschauliche Beispiele die zeigen, dass langfristg Geld nur an der Börse Geld verdient. Aufklärung und verständliche Informationen sind also nötig.

      Gruß
      Frank Rindermann

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