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Investmentfonds

                            Sparen mit Wertpapieranlagen

Zahlen im Überblick

Musterdepots mit InvestmentfondsDer erste Investmentfonds wurde 1774 in Holland gegründet. Weltweit werden heute circa 24 Billionen US$ in Fonds verwaltet. In Deutschland sind es etwa 1,6 Billionen Euro (Stand 12.2011).

In Deutschland gab es den ersten Fonds im Jahr 1950 zu kaufen. Der „Fondra“ (Allianz Global Investors) erzielte in den letzten 62 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 8,5% p.a.

Investmentfonds Fondra

Zu Unterscheiden sind Publikumsfonds für Privatanleger von den Spezialfonds für institutionelle Anleger, wie Banken, Versicherungen und Pensionskassen. In den über 7.000 in Deutschland zugelassenen Publikumsfonds werden per 31.12.11 rund € 700 Milliarden verwaltet. In den Spezialfonds sind es rund € 900 Milliarden. Rund 50 Millionen Menschen sind in Deutschland in Investmentfonds direkt (z.B. Fondsdepots) oder indirekt (z.B. Versicherungsverträge oder Pensionskassen) investiert. Somit fungieren Investmentfonds als ein grundlegender Faktor in der Volkswirtschaft und lassen die Anteilsinhaber (Fondsanleger) direkt an den internationalen Finanzsystemen teilhaben.

Wie funktioniert ein Investmentfonds ?

Vorteile von Investmentfonds

Die Investition in Investmentfonds hat im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten eine Reihe von Vorteilen:

  • Risikostreuung

 Die Kapitaleinlagen vieler Anleger werden auf viele unterschiedliche Wertpapiere oder Investments verteilt. In dem gemeinsam verwalteten Topf (Fonds) reduziert sich das Verlustrisiko, je mehr Anlagekategorien und/oder Einzelinvestments im Fonds enthalten sind. Getreu nach dem Motto „nicht alles auf ein Pferd setzen“ ist es dadurch nahezu unmöglich, dass ein Fonds einen Totalverlust erleidet. Dazu müssten sämtliche Investments bankrott gehen. Die Fondsmanager müssen gesetzliche Vorschriften einhalten und zusätzlich selbst auferlegte Regeln (Anlagevorschriften gem. Fondsprospekt) befolgen. Gesetzlich geregelt dürfen z.B. maximal 5 Prozent des Fondsvermögens in Wertpapiere eines einzelnen Unternehmens investiert werden. Eine solche Risikostreuung ist mit anderen Anlagen kaum zu erreichen.

  • Flexibilität

Fonds können sehr flexibel gehandhabt werden. Die Fondsanteile können grundsätzlich börsentäglich ge- und verkauft werden. Regelmäßige Sparpläne sind schon ab € 25,00 monatlich möglich. Einmalanlagen meist ab € 500,00. So können z.B. regelmäßig oder unregelmäßig Ziele angespart werden. Für ein Auto, für eine Weltreise, für die Altersvorsorge, ein Kapitalpolster für unvorhersehbare Falle oder andere Pläne. Ist eine größere Kapitalsumme angespart, sind auch regelmäßige Entnahmepläne möglich, die ebenso flexibel ein regelmäßiges Einkommen aus diesem Kapital ermöglicht. Regelmäßige Spar- oder Entnahmebeträge können dabei jederzeit nach Bedarf verändert werden.

  • Transparenz

Die Fondsgesellschaften müssen jährlich und halbjährlich Geschäftsberichte veröffentlichen. Hierin wird über alle getätigten Transaktionen berichtet und der Gewinn oder Verlust sowie die Kosten ausgewiesen. Auch die aktuelle Aufteilung des Fondsvermögens nach Branchen oder Regionen sowie über die größten Einzelpositionen der Fonds wird aufgeführt. Die Kosten eines Investmentfonds werden transparent ausgewiesen. Vorschrift ist auch das „Key Information Document“ (KID), welches auf zwei Seiten in einfach verständlicher Form alle wesentlichen Anlegerinformationen zusammen fasst. Dabei ist inhaltliche Form dieser KIDs in ganz Europa gleich  und macht somit alle Fonds untereinander vergleichbar. Kurse und die jeweilige Wertentwicklung werden in vielen Zeitungen und im Internet veröffentlicht. Somit ist jeder Anleger über seinen Fonds jederzeit gut informiert.

  • Sicherheit

Investmentfonds bedürfen für den Verkauf in Deutschland einer Zulassung. Die Investmentbranche ist ein der am strengsten regulierte Branche. Die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften und die Einhaltung der Anlagegrundsätze gem. Verkaufsprospekt obliegt der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).  Das Fondsvermögen wird von der Fondsgesellschaft nur verwaltet. Das Kapital gehört jedoch den Anlegern, die Ihren Anteil am Gesamtvermögen verbrieft haben. Das Kapital selbst wird von einer Depotbank verwahrt, die die von der Fondsgesellschaft in Auftrag gegebenen Kauf- und Verkaufaufträge innerhalb des Fonds ausführt und abrechnet. Die Depotbank ist ebenfalls für die Kursfeststellung zuständig. Investmentfonds sind insolvenzgeschützt, da das Fondsvermögen ein sogenanntes „Sondervermögen“ darstellt. Würde eine Fondsgesellschaft in Konkurs gehen, fällt das Fondsvermögen demnach nicht in die Konkursmasse und steht im vollen Umfang den Anlegern zur Verfügung.

Welche Arten von Fonds gibt es ?

Um den unterschiedlichen Risikoneigungen der Anleger gerecht zu werden und um ein komplexes Fondsdepot zu füllen, welches den Zielen und Renditeerwartungen der Anleger entsprechen kann, sind unterschiedlichste Arten von in Deutschland zugelassenen Publikums-Fonds zu erhalten.

  • Aktienfonds

Durch Aktienfonds beteiligen sich die Anleger direkt in börsennotierte Firmen. Diese Anlage in Sachwerte schützen wirksam gegen Inflation, die bei Sachwerten im Allgemeinen kaum wirksam wird. Aktienfonds erzielen Erträge in erster Linie durch Dividenden und Kurssteigerungen. Die Aktienfonds streuen das Firmenrisiko z.B. auf weltweite Portfolios, auf spezielle Länder, auf bestimmte Branchen oder Themen. Zu jeder dieser Ausrichtung gibt es separate Fonds.

  • Rentenfonds

Das Kapital der Rentenfonds wird in verzinsliche Wertpapiere wie Pfandbriefe, Staat- oder Unternehmensanleihen investiert. Die regelmäßigen Zinserträge wirken während der Haltedauer der Papiere wie „Rentenzahlungen“; daher der Name dieser Fondsart. Auch Rentenfonds enthalten Papiere unterschiedlicher Schwerpunkte wie Papiere bestimmter Regionen (Euroländer, Welt, Emerging Markets etc.), Emittenten (Unternehmen, Staaten, Länder etc.), Währungen oder Laufzeiten.

  • Offene Immobilienfonds

Diese Art von Fonds investiert überwiegend in Gewerbeimmobilien (Bürohäuser, Einkaufszentren, Logistik- und Hotelgebäude). Der Fondskäufer beteiligt sich so an Immobilien  aus unterschiedlichen Regionen, Größenklassen, Nutzungsarten und Altersklassen.  Der Kurs entwickelt sich in Abhängigkeit der erzielten (oder erzielbaren) Miet- und Zinseinnahmen sowie die Bewertung der Immobilienwerte.

Durch die Finanzkrise ausgelöst, wurde inzwischen in allen gehandelten Immobilienfonds eine Neubewertung der gehaltenen Objekte durchgeführt. Das hat dazu geführt, dass die meisten Fonds gravierende Korrekturen der Objektwerte durchführen mussten. Durch die große Anzahl von Anteilsverkäufen unsicher gewordener Investoren, mussten die Immobilienfonds fast alle die Rücknahme von Anteilen aussetzen. Anteilsbesitzer konnten ihre Anteile nur – unter großen Kursabschlägen – über die Börse verkaufen. Heute sind viele Fonds in der „Abwicklung“; d.H. die Fonds werden aufgelöst und die Anteile an die Anleger ausgezahlt. Diese Abwicklung dauert bei einigen Fonds noch bis ins Jahr 2013 hinein.

Ob es eine Zukunft für Immobilienfonds der bekannten Art geben wird ist fraglich. Der Autor rät bereits seit den ersten „Schließungen“ im Jahr 2009 (Aussetzen der Anteilsrücknahmen durch die Fondsgesellschaften) von Immobilienfonds von einem Erwerb für ein Fondsdepot ab. Die jederzeitige Verfügbarkeit ist ein wesentliches Merkmal für Fondsanlagen. Bei Immobilienfonds ist sie seit 2009 nicht mehr gegeben.

  • Mischfonds

Der Fondsmanager kann hier in mehrere Anlageklassen investieren. Meist werden in Mischfonds Aktien mit Anleihen („Renten“) in unterschiedlicher und variabler Gewichtung  gemischt. Je nach Marktsituation und Erwartungen der Fondsmanager wird in die ertragsreichere oder risikolosere Anlageklasse gewechselt.

  • Multi-Asset-Fonds

Diese Fondsart ist die zurzeit am stärksten wachsende Fondsart. Wie im Mischfonds wird gemäß Fondsprospekt in verschiedenste Anlageklassen und mit frei variabler Gewichtung investiert. Je nach Markterwartung und Risiko-/Renditeziel der Fondsmanager werden Anlagen aus den Gattungen Aktien, Renten, Immobilien, Rohstoffe, Edelmetalle, Derivate und Barvermögen gemischt. In Multi-Asset-Fonds hat der Fondsmanager in der Regel die größte Flexibilität um die Anlageziele zu erreichen, da die Fondsbedingungen dem Fondsmanager kaum Anlagegrenzen setzen. Gerade in den letzen Jahren der Krisen an den Anlagemärkten haben sich diese Fonds besonders gut behauptet.

Der Autor geht davon aus, dass Mischfonds und Multi-Asset-Fonds in der Zukunft verstärkt Einzug in die Fondsdepots der Anleger finden. Es gibt bereits heute viele solcher Fonds, die eine noch bessere Depotzusammensetzung für jeden Einzelkunden – je nach persönlicher Risikoneigung und Renditeziel – ermöglichen.

  • Geldmarktfonds

Die Geldmarktfonds eignen sich zum kurz- bis mittelfristigem „Parken“ von Kapital in einem Fondsdepot. Je nach Anlagestrategie, wird das Kapital komplett oder Teilweise aus und in anderen Fondsarten getauscht. Geldmarktfonds investieren meist in kurz laufende verzinsliche Wertpapiere und in Bankguthaben. Dadurch erreichen Sie ein eine Rendite, die den aktuellen Marktzinsen im Handel zwischen Banken entspricht.

  • Garantiefonds

Anlegern wird bei diesen Fonds meist eine Garantie erteilt, am Ende eines bestimmten Zeitraums mindestens das eingezahlte Kapital (ohne den Ausgabeaufschlag) zurück zu erhalten. Damit wird das Verlustrisiko begrenzt. Allerdings muss für die Kapitalgarantie in Kauf genommen werden, dass die möglichen Kursgewinne ebenfalls reduziert sind, da nur Teile des Anlagekapitals in Wertpapiere investiert wird. Ein bestimmter Teil des Kapitals wird für die Einhaltung der Garantie benötigt. Andere Arten von Garantiefonds garantieren z.B. immer 80% des zuletzt erreichten Höchststandes. Zu bestimmten Stichtagen wird geprüft, ob diese Schwelle überschritten wurde oder nicht. Wenn ja, wird der neue Höchststand wieder (zu 80%) garantiert. Diese Garantien greifen oft nur, wenn bestimmte Kündigungsfristen eingehalten werden.

  • ETF`s (Exchange Traded Funds)

Diese börsengehandelten Indexfonds bilden internationale Indizes – wie z.B. den DAX – nach. Die Wertentwicklung des ETF´s entspricht daher meist der Entwicklung des zugrunde gelegten Index. ETF´s können preiswert gekauft werden, da ein Ausgabeaufschlag – wie bei anderen Fonds – nicht erhoben wird. Dafür fallen bei Kauf und bei Verkauf Börsentransaktionsgebühren an.

Die Zahl der ETF´s  ist in den letzen Jahren nahezu explodiert. Es sind heute einige wenige Tochtergesellschaften von großen Banken, die den Markt der ETF´s unter sich aufgeteilt haben. Die ursprüngliche Idee war es, Anlegern einen Zugang zu einem breiten Index als Fonds zu ermöglichen. Dazu wurde im Fonds der Index „nachgebildet“.  Somit partizipiert der Anleger an der Entwicklung des jeweiligen Index eins zu eins.

Heute gibt es nur noch wenige echte Indexfonds, die dieser ursprünglichen Idee entsprechen. Die Mehrzahl der ETF´s sind künstliche Anlagegebilde, die mit dem im Namen des Fonds genannten Index kaum noch etwas zu tun haben. So kann es sein, dass ein ETF auf den DAX, überhaupt keine Aktien aus dem deutschen Aktienindex enthält. Der Emittent hält nur einen Korb bestimmter Finanzinstrumente (z.B. sogenannte „Swaps“), die ihn berechtigen, die Papiere jederzeit gegen die Entwicklung des DAX zu tauschen. Dabei geht er mit einem Vertragspartner eine „Wette“ ein. 

Achtung

Der Autor beobachtet die Entwicklung des ETF-Marktes seit längerem sehr skeptisch. Die Vorteile auf der einen Seite, (kostengünstige, passive Teilhabe an Marktergebnissen) stehen massiven Nachteilen gegenüber. Ein gravierender Nachteil der ETF´s ist die nicht transparente Zusammensetzung. Niemand versteht genau, was in den meisten ETF´s wirklich enthalten ist, die eben nicht einfach den jeweiligen Index vollständig nachbilden. So kann ein „DAX-ETF“ durchaus ausschließlich japanische Finanzinstrumente enthalten. Hier wird nach Meinung des Autors von den Banken das Geld der Anleger benutzt, um die eigenen Gewinne (aus den Differenzgeschäften und internen Gebühren) zu maximieren. Der Anleger erhält etwas ganz anderes als er glaubt zu kaufen. Wenn schon ein ETF geeignet erscheint, dann bitte ein echter – indexreplizierender- ETF und kein künstliches, intransparentes Konstrukt.

Die Kosten von Investmentfonds

Je nach Produkt sind die Kosten unterschiedlich. Grundsätzlich fallen bei einem Kauf von Fonds folgende Kosten an:

Direkte Kosten

  • Kaufkosten

Der Ausgabepreis eines Fonds enthält meist den sogenannten Ausgabeaufschlag (AA). Die Höhe ist abhängig von der Art des Fonds. Aktienfonds beinhalten meist einen AA in Höhe von 5%. Ein Rentenfonds z.B. kann einen AA von 3% enthalten. Für die meisten Zinsfonds oder sogenannte Cashfonds fällt meist keine AA an. Der Ausgabeaufschlag ist die Differenz zwischen dem Anteilswert und dem Ausgabepreis. Mit dem AA werden die Vertriebs- und Vermittlungskosten beglichen. Der größte Teil des AA fließt somit an den Vermittler oder die Vertriebsgesellschaft.

Es gibt auch einige (wenige) Fonds, die statt eines AA – aber auch zusätzlich – einen Rücknahmeabschlag erheben. Hier wird ein bestimmter Prozentsatz des Rücknahmepreises einbehalten.  

  • Depotgebühren

Fonds werden von einer Depotbank verwahrt. Die Depotbank ist weiterhin für die Ausfertigung der Anleger-Transaktionsabrechnungen und die steuerlichen Depotabrechnungen zuständig. Dafür werden dem Anleger jährlich Depotgebühren belastet. Die Höhe der Depotgebühren richtet sich in der Regel nach dem Gesamtdepotvolumen. Mindestens ist aber eine Pauschalgebühr fällig.

Indirekte Kosten

  • Kosten innerhalb des Fonds

Für die Verwaltung des Fonds erhält die Fondsgesellschaft eine Verwaltungsgebühr, deren Höhe von der Art des Fonds abhängig ist. Manche Fonds enthalten eine zusätzliche Erfolgsbeteiligung für das Fondsmanagement, z.B. wenn die Wertentwicklung eine bestimmte Höhe übertroffen hat. Diese internen Fondskosten werden nicht separat erhoben, sondern werden aus dem Depotvermögen entnommen, so dass sie bereits im jeweiligen Anteilspreis berücksichtigt sind.

Achtung – Gesamtkostenquote „TER“ (Total Expense Ratio)“

Diese Kennziffer wurde eingeführt, um Fonds auf Kostenbasis vergleichbar zu machen. Leider schreibt die entsprechende Verordnung eben nicht vor, sämtliche Kosten (direkte und indirekte) in dieser Kennziffer zu vereinen. So sind z.B. Ausgabeaufschläge und erfolgsabhängige Vergütungen für das Fondsmanagement nicht in der TER enthalten. Eine echte Vergleichbarkeit in Bezug auf die Fondskosten ist somit nicht gegeben. Die TER ist somit als Vergleichsmaßstab ungeeignet.

Wie kann in Investmentfonds Geld gespart werden ?

Einer der großen Vorteile von Investmentfonds ist die flexible Möglichkeit Geld anzulegen, wie es die persönlichen Gegebenheiten ermöglichen. Es gibt keine vertraglichen Bindungen wie Laufzeiten oder Haltedauern. Ein Fonds kann jederzeit gekauft und wieder verkauft werden; von einem Tag auf den anderen.

  • Einmalanlagen

Ein Fondsdepot eignet sich zum Anlegen kleinerer und größerer Summen ideal. Dabei kann es sich um einen Einmalige Anlage handeln oder um unregelmäßige Einzahlungen von Beträgen, die gerade zur Investition zur Verfügung stehen. Bei der Einmalanlage verteilt der Sparer sein Geld schon mit nur einem Fonds auf viele verschiedene Wertpapiere.

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  • Fondssparplan

Bei einem Sparplan entscheidet sich der Anleger für eine regelmäßige – meist monatliche – Anlage eines bestimmten Betrages. Bereits ab € 25,00 monatlich können Fonds gekauft werden. Nur wenige Fonds erwarten höhere Sparbeträge. Da jeden Monat – sofern der Sparbetrag nicht verändert wird, was jederzeit möglich ist – die gleiche Summe angelegt wird, kauft der Anleger jeden Monat eine bestimmte Anzahl von Anteilen des entsprechenden Fonds. Die Anzahl der Anteile richtet sich nach dem jeweiligen Kurs zu Stichtag. Da der Kurs mal höher und mal niedriger sein kann, als im Vormonat, wird über einen längeren Zeitraum ein vorteilhafter Durchschnittspreis erzielt. Diese Wirkung  nennt man „Cost-average-effect“ (Durchschnittskosteneffekt). Anleger, die monatlich über einen Sparplan in Fonds investieren können sich also über zeitweilige Kursrückgänge freuen, da sich – anders als die Masse der deutschen Anleger – antizyklisch investiert. Bei antizyklischem Investment werden Wertpapiere gekauft, wenn Sie „billiger“ werden. Zyklische Anleger verkaufen Wertpapiere zu diesem Zeitpunkt – meist mit Verlusten – und steigen wieder ein, wenn die Kurse wieder gestiegen sind.

  • Vermögenswirksame Leistungen (VL)

Bei dieser Form eines Sparplans überweist der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer einen vom Arbeitnehmer gewählten Betrag (max. € 40,00) monatlich in einen VL-Fonds. Dieses sind speziell für die Anlage von vermögenswirksamen Leistungen zugelassene Fonds. In den meisten Fällen unterstützt der Arbeitgeber diese Sparform mit einer Zulage zum Bruttogehalt; bis zu monatlich € 40,00 geben manche Arbeitgeber für die VL-Anlage.

Sofern das zu versteuernde Jahreseinkommen maximal € 20.000/40.000 (ledig/verheiratet) beträgt, fördert der Staat aktuell (2012) Sparbeträge bis zu € 400,00 p.a. mit einer Sparzulage von 20% (€ 80,00) p.a. Diese Förderung wird maximal 6 Jahre gewährt. Nach dieser Zeit ruht der Vertrag noch ein Jahr uns kann dann (nach dem 7. Jahr) ausgezahlt werden. Ein neuer VL-Vertrag kann demnach nach dem 6. Jahr des ersten Vertrages beginnen.

Fazit

Die Anlage von Kapital in Fonds bietet für jeden Anlegertypus (risikoreich, ausgewogen, sicherheitsorientiert) eine große Auswahl von geeigneten Fonds. Eine gute und umfassende Beratung und Aufklärung sollte zuerst die Ziele der Anlage, die persönliche Situation und die finanziellen Grundlagen des Anlegers (Einkommen, Vermögensverhältnisse) ermitteln. Im Anschluss daran wird der Zeithorizont für die geplante Anlage berücksichtigt. Am Ende sollte  die Risikoneigung und die Ertragserwartung an die Anlage analysiert werden. Damit steht fest, welche Zusammensetzung innerhalb eines Fondsdepots diese Vorgaben erreicht. So ist es möglich, für jeden Anleger und für jeden geplanten Zweck ein geeignetes Fondsdepot zusammen zu stellen, mit dem der Anleger auch in unruhigen Börsenzeiten gut schlafen kann.

Unser Service

Eine umfassende Investmentberatung erhalten Sie gern von uns. Sie besitzen bereits ein Fondsdepot ? Sie sind mit der Entwicklung unzufrieden oder sind unsicher, ob die Fonds zu Ihrer Planung und Anlegermentalität passen ? Wenden Sie sich an uns. Gern führen wir für Sie eine Depotanalyse durch. Senden Sie uns Ihre Wünsche mit unserem Kontaktformular per Email. Sofern Sie uns nicht in unserem Büro besuchen können, führen wir auch gern eine Online-Beratung via „Online-Konferenz“ durch. Wie genau das funktioniert und wie praktisch das für Sie ist, erfahren Sie HIER.

Foto: chartanalyse+RKB+by Konstantin-Gastmann/pixelio.de

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